03 Aug
2010

Meine “Unschuldsvermutung”

Eine Antwort

Meine Unschuldsvermutung: Gerald M. sagte zu Jörg H. nicht, “welches Geld meinst du überhaupt?”.

Weil H. ihn ja gar nicht fragte, was er mit dem Schwarzgeld gemacht hat, mit dem er ihn nicht nach Liechtenstein schickte. Weil M. ja auch nicht dort war bzw. in der Schweiz abgetaucht ist und es nicht wahr ist, dass M. dann bei einem zufälligen Kärnten-Besuch aufgeschnappt wurde. Nicht von der Polizei. Weil das bedeuten würde, dass Jörg H. als Vertreter der Legislative ja direkt Einfluss gehabt hätte auf die Exekutive. Nein! Nein! Nein! Entschieden Nein! Und es ist auch nicht wahr, dass Gerald M. auf einmal, von einem auf den anderen Tag, verschollen war. Und M. wurde H. nach der Festsetzung daraufhin auch nicht vorgeführt. Und so konnte er auch nicht gesagt haben, “welches Geld meinst du überhaupt?”. Weil H. ja auch gar kein Schwarzgeld aus irgendeinem Deal hatte und M. es nicht verspekulieren bzw. auch keinen Teil davon behalten konnte.

Es ist auch nicht wahr, dass alle anderen Politiker davon wußten. Sohin auch die ÖVP nicht. Denn wenn sie es wußte, was nicht der Fall war, wäre das sicher nicht einer der weltweit größten Fälle von organisiertem Verbrechen von Politikern. Die ÖVP kam H. also nicht auf die Schliche und setzte ihn nicht unter Druck. Denn H. wollte auch gar nicht, dass ihm die ÖVP auf die Schliche kommt. Denn sonst hätte er ja einen gehabt, den er mit in den Abgrund reißen hätte können.

Denn die ÖVP hatte nicht die Idee, ihre eigene Konkurrenzfähigkeit durch ein “alternatives Finanzierungskonzept” zu stärken. Weil das eben H. ja auch nicht getan hat. Die ÖVP hatte also nicht die Idee, 12 Mio. Euro für ein Hypo-Gutachten an einen Herrn B. zu bezahlen, der wiederum ganz sicher nicht, aber ganz sicher nicht, einen Teil dieses Geldes (der dann 6 Mio.) rückvergütete (wer bekam jetzt den Patriotenrabatt NICHT?!). Und ganz sicherererer nicht an eine Person aus der ÖVP und noch noch sicherer nicht an H. Und felsenfest sicher bekam keine einzige Werbeagentur für Leistungen Geld oberm unterm Tisch. Woher auch? Von den nicht vorhandenen Schwarzgeldkonten vielleicht? Hallooo…

Es ist auch nicht wahr, dass H. selbst seine “Gönner aus der Industrie” war. Und es ist erstunken und erlogen, dass Renato Z. und alle anderen Kostspieligkeiten, die sich H. nicht als Luxus nicht leistete (ups doppelte Verneinung… ist das jetzt gar eine Bejahung?… mit den Vorzeichen hab ich´s nicht so.), von eben diesem H. selbst beglichen wurde. Weil es auch erstunken und erlogen ist, dass H. eine riesige Portokassa sein eigen nannte. Und es auch eine scheußliche Unwahrheit ist, dass H. sich eine Partei leistete, um eine Legitimation zu haben, ein vorher ehrwürdiges Amt an sich persönlich zu reissen und damit sein minder ausgestattetes Ego zu kompensieren.

Denn, wer das Gegenteil behauptet, der glaubt nicht an die Unschuldsvermutung.

Franz Miklautz